Als ich das erste Mal mit den Killerbienen in Kontakt kam, wusste ich zuerst nicht mit was ich zu tun hatte, ich war nämlich noch ein Kind. Damals, um 2002, lebten wir im Amazonas-Urwald als Entwicklungshelfer in einem Dorf eines indigenen Volkes. Es war gerade das Ende der Regenzeit, es sollte dann nicht mehr jeden Tag so sehr schütten, sowie sollte langsam der Wasserstand der Flüsse und Überschwemmungsgebiete in den Wäldern um 10m sinken. In dieser Jahreszeit, gegen Mai, konnte man viele Fische in vom Fluss abgeschnittenen Tümpeln mitten im Wald fangen. Ich, Christoffer, war einer derjenigen Jungs die sich immer darauf freuten, mit selbstgeschnitzten Speeren zu versuchen Fische aufzuspießen.

Als wir dann an einem Samstag-Vormittag, unter der Woche konnte ich nämlich meist nicht, da ich Homeschooling hatte, nun als 10-Jungs-starke Truppe Richtung Waldeingang gingen. Haben wir ein riesiges Summen von der Ferne kommen gehört. Wir schmissen uns auf den Boden, da wir dachten, diese Wolke wollte hinter uns herkommen. Aber es kam nicht so, die unzähligen Bienen zogen knapp über unsere weiter und verschwanden in den Baumwipfeln. Danach wollte niemand in die Richtung weiter, wer weiß ob sie uns angreifen würden…

Das war meine erste Begegnung. Mit den Bienen, für die die Indios noch keine Namen hatten, da es sie dort erst seit kurzer Zeit gibt. Sie sind sehr gefürchtet, da es schon viele Unfälle mit denen gab. Besonders wenn man Holz für die Häuser suchen geht, kommt es oft vor, dass die „Killerbienen“ ausgerechnet in den Bäumen leben, die gefällt werden sollten.  Die Indios haben deshalb ziemlich Respekt vor denen, da sie nicht ungefährlich sind. Heute gibt man ihnen denselben Namen wie der Wespen (Rrisi, Heasy ausgesprochen), mit dem Unterschied, dass sie „die Wespen die auch Honig(Ocine = Okinä) haben“ sind. In Brasilien gab es nämlich bis vor kurzen keine Vertreter der Europäischen Honigbiene, Apis. Die hiesigen Bienen haben z. B. gar keinen Stachel, sind auch ganz anders in vielen Aspekten.

Nur kurz:

  • Stachellos, meist harmlos und verstecken sich oft, haben aber manchmal andere Abwehrmechanismen wie Beißen, verkleben mit Harz, in Ohren fliegen, durch eigene Säure den Angreifer schmerzende Verbrennungen zuführen
  • Es gibt über 240 verschiedene Arten, die Hauptgruppen sind Melipona und Trigona.
  • Volksgrößen variieren sehr, manche sind einzelgänger, andere Völker mancher Arten haben bis zu 5.000 Individuen (im Vergleich zu 50.000 von den Apis)
  • Lagern den Honig in kleinen Potts, kleine Propolis-Wachs-Behälter, meist zwischen 5-100ml groß
  • Der Honig ist meist viel saurer und flüssiger, ca. 25% Wasser
  • Genauso wie Honig, lagern sie die Pollen in Propolis-Wachs-Behältern
  • Die Brutscheiben sind Waagerecht in Scheiben übereinander aufgebaut, bei manchen Arten als Trauben angeordnet
  • Brauchen eine viel längere Brutzeit, bis zu einem Monat, je nach Art
  • Es kann in vielen Arten mehrere eierlegende Königinnen geben. Die Königinnen sind nach der Befruchtung Flugunfähig, da ihre Größe über 3x zunimmt
  • Haben einen sehr ausgefeilten Nestbau, sehr hartes zementartiges Geo-Propolis für den Bau, besitzen eine eigene „Müllkippe“ und einen langen Eingangstunnel um Angreifer fernzuhalten
  • Die größten Feinde sind kleine Fliegen die gerne Eier in ihren Vorrat legen und dabei ganze Völker auslöschen können
  • Leiden unter der neuen Konkurrenz der Apis

Die neuartigen Apis-Bienen sind also etwas ganz ungewöhnliches für unseren Kontinent. Wie kam es denn dazu, was ist die Geschichte dahinter? Was kann man tun?

Die afrikanisierte Honigbiene,

auch umgangssprachlich als „Killerbiene“ bekannt, ist ein Hybrid von westlichen Bienenarten (Apis mellifera) mit afrikanischen Bienen (A. m. Scutellata). Diese Art entstand durch Kreuzung der afrikanischen Biene mit europäischen Bienen wie der italienischen Biene (A. m. Ligustica) und der iberischen Biene (A. m. Iberiensis).

Sie wurde in den 1950er Jahren erstmals in Brasilien erforscht und eingeführt, um die Honigproduktion in den tropischen Gebieten zu steigern. 1957 entkamen versehentlich jedoch 26 Schwärme. Seitdem hat sich diese neue Hybridart über ganz Südamerika innerhalb kürzester Zeit verbreitet und erreichte schließlich 1985 Nordamerika. Mehrere Bienenvölker der Art wurden 1990 im südlichen Bundesstaat Texas gefunden.

Afrikanisierte Bienen sind in der Regel sehr viel defensiver (agressiv ist hier das falsche Wort) als andere Bienenarten und reagieren viel schneller auf Störungen als „normale“ Bienen. Sie können eine Person über mehrere Kilometer verfolgen und haben bereits über die Jahre mehr als 1000 Menschen getötet. Die Opfer werden in der Regel ca. zehnmal mehr gestochen als bei den Angriffen europäischer Bienen. Sie sind auch dafür verantwortlich Pferde, Kühe, Hunde und andere Tiere zu töten.

Der brasilianische Biologe und Genetiker Warwick Estevam Kerr († 2018), der mit Bienen aus Europa und dem südlichen Afrika arbeitete, hatte den Auftrag eine Bienensorte zu entwickeln, die mehr Honig produziert und sich besser an tropische Bedingungen anpasst (d.h. trotz großer Wärme produktiver ist) als die derzeit in Nord-, Mittel- und Südamerika eingeführten europäischen Bienenarten. Die Bienenvölker mit denen er experimentierte, hauptsächlich afrikamische Unterarten, befanden sich unter Quarantäne in einem extra dafür erbauten Bienenhaus in der Nähe der Stadt Rio Claro im Bundesstaat São Paulo im Südosten Brasiliens und hatten ein hohes Maß an Sicherheit.

Die Eingänge der Kästen waren mit speziellen Schutzgittern ausgestattet, damit Bienenköniginnen und männliche Drohnen nicht entfliehen konnten um so die Gefahr der Vermischung mit der einheimische Population europäischer Bienen vorzubeugen.

Wie Dr. Kerr dann berichtete, bemerkte im Oktober 1957 ein ahnungsloser Gastimker, dass die speziellen Schutzgitter die Bienen sehr beeinträchtigte, daraufhin entfernte er sie dann ohne Erlaubnis, was schließlich zur unbeabsichtigten Befreiung von 26 Bienenschwärmen führte. So breiteten sich die afrikanischen Schwärme aus und kreuzten sich mit den europäischen Völkern. Ihre hybride Nachkommen verbreiteten sich in ganz Amerika. Da dies in Süd- und Mittelamerika schnell verlief und vom Menschen weitgehend unbekämpft blieb, konnten sich afrikanische Bienen den Ruf als biologisch invasive Art, als eine der erfolgreichsten aller Zeiten, erarbeiten.

Die ersten afrikanischen Bienen erreichten die Vereinigten Staaten 1990 in Texas. In den darauffolgenden Jahren konnte man ihre Verbreitung in sämtlichen Teilen des Landes beobachten.

In Tucson, Arizona, ergab eine Studie aus dem Jahr 1994, dass nur 15% der einheimischen Bienen afrikanisiert worden waren, 1997 stieg diese Zahl allerdings auf 90%.

Obwohl afrikanisierte Bienen Verhaltensmerkmale aufweisen, die sie für die kommerzielle Imkerei eher unwirtschaftlich machen, sind sie nun wegen ihrer genetischen Dominanz besonders im tropischen Südamerika zur vorherrschenden Bienenart geworden. Einige Imker behaupten, sie seien bessere Honigproduzenten und überlegene Bestäuber, besonders gegenüber den europäischen und auch den Stachellosen Bienenarten.

Die Hauptunterschiede zwischen der afrikanisierten zu den europäischen Arten sind:

  • Zu allererst: Sie sind sehr viel stechwütiger, attackieren in Scharen. Imker müssen deshalb sehr gute Kleidung haben sowie größere Smoker benutzen. Dadurch, dass sie in den Tropen hauptsächlich anzutreffen sind, ist die große Hitze ein großes Problem bei normaler Imkerkleidung, da man schnell alles durchschwitzt und dann nicht mehr vor den Stichen geschützt ist, da die Kleidung und normale Schutzanzüge dann an der Haut kleben.
  • Sie schwärmen mehrmals im Jahr aus und fliegen dabei viel weiter.
  • Bei Nahrungs- und Wasserknappheit neigen sie dazu zu migrieren um bessere Orte zu finden
  • Sie haben eine kürzere Brutzeit, was sie gegenüber der Varroamilbe viel resistenter macht.
  • Ihr Aussehen ist meist dunkler und kleiner.
  • Die Waben sind meist nur 4,8mm breit
  • Wenn sie in aufgescheucht sind, kann es bis zu 24h dauern bis sie wieder sich beruhigen
  • Bei großem Stress verlassen sie oft den Bienenstock und geben es auf.
  • Haben eine viel stärkere Abwehrhaltung, auch wenn sie in Ruhe sind
  • Sind häufiger in Erdhöhlen, an Bäumen und anderen unwirtlichen Orten anzutreffen als europäische Bienenarten.
  • Sie bewachen und beschützen ihr Nest mit mehr defensivität und tolerieren weniger Bewegung im „Überwachungsbereich“
  • Es gibt viel mehr „Wächterbienen“ im Eingang.
  • Sie Verfolgen Bedrohungen über viel größere Entfernungen und mit viel mehr Bienen
  • Sie können längere Zeiträume ohne Futter nicht so gut überstehen, was ihre Ausbreitung in Gegenden mit strengeren Wintern sowie extrem trockenen Endsommern verhindert.
  • Ansonsten sind sie wie die deutschen Honigbienen.

Viele Imker interessieren sich für die afrikanisierten Bienen, da sie durch ihre Morphologie weniger anfällig, besonders der Varroa-Milbe gegenüber, sind. Einige Studien weisen auf die Resistenz der Afrikanisierten gegen bestimmte Krankheiten hin, aber man ist sich dabei nicht einig, dass diese Resistenz die Aggressivität der Art rechtfertigt. In Bezug auf die industrielle Honigproduktion kann die afrikanisierte Biene weit weniger Honig als die europäische Biene produzieren

Für die Gewinnung von Propolis sind afrikanisierte Bienen indiziert, da sie propolisierender sind: Was bisher als Nachteil galt, wurde durch die Zunahme des Propolis-Marktes interessant.

Die afrikanisierte Biene verhindert also die Bienenzucht in den betroffenen Gebieten nicht, erschwert sie aber wegen ihrer Genetischen Dominanz und ihres Verhaltens. Besonders für Hobbyimker und Unwissende gibt es dabei große Nachteile im Vergleich zu den europäischen Bienen. Es gibt also mehr Risiken und Schwierigkeiten als zuvor.

Man kann auch wenig diesbezüglich machen, denn jede gezüchtete europäische Königin, die bereits mit reinen europäischen Drohnen befruchtet wurde, wird im Volk durch eine ihrer Töchter ersetzt, die in 90% der Fälle mit afrikanisierten Drohnen befruchtet wird.

In den 1970er Jahren gab es Alarmismus wegen der Verbreitung afrikanisierter Bienen. Sie wurden als „Killerbienen“ bekannt und bekamen ihre eigenen Hollywood-Filme. Noch heute ist der Begriff Killerbiene dadurch sehr bekannt.

Dieser Alarmismus hat auch seine Gründe, denn die Gefahr, die bei den meisten afrikanisierten Bienen ausgeht, kann nämlich nicht sehr wirksam durch den Menschen eingedämmt werden. Die Bienenzucht mit solchen „Killerbienen“ erfordert da ein hohes Maß an „Know-How“, Ausrüßtungen und Verantwortungsbewusstsein. So kann man keine afrikanisierten Bienen in der Nähe von Straßen, Häusern, Ställen, Spazierwegen aufstellen, sondern muss sich Orte suchen wo niemand normalerweise langkommt. Dazu ist es immer wichtig auf spezielle Beschilderungen zu achten, sowie die dementsprechende Schutzkleidung zu haben wenn man mit den afrikanisierten Bienen arbeitet.

Letzteres war auch bei uns das größte Problem.

Ein paar Jahre nach meiner ersten Begegnung mit diesen Bienen, lebten wir inzwischen in einem Ort der sehr geplagt war von ihnen. Envira, wie das kleine Städtchen heißt, ist ca. 10.000 Einwohner groß und hat einige indigene Dörfer im nahen Umkreis. Von hier aus arbeiten wir bis heute noch dafür, dass Menschen neue Hoffnung bekommen können und auch ihr Leben nachhaltig verändert werden kann. Das größte Problem in der Gesellschaft hier ist der hohe Alkoholismus, besonders unter der Indigenen Bevölkerung, sowie die Korruption und dessen Auswirkungen wie Arbeitsmangel, Hunger und Armut. Es gibt also nicht viele Optionen, was Arbeit, Bildung und die Zukunftsperspektiven besonders der Jugendlichen betrifft.

In Deutschland traf ich durch Freunde einige Imker die mich für die Bienenzucht begeisterten. 2017 wieder in Brasilien, begann ich, inspiriert von meinen Freunden aus Deutschland, einige deutsche Bücher über das Thema zu lesen und fing damit an die ersten Kästen zu zimmern. Da ich Wachsmittelwände aus Deutschland mitgebracht hatte, befestigte ich die dann als Streifen in diesen selbstgemachten Kästen. Schon nach ca. zwei Wochen bemerkte ich, dass Bienen schon eingezogen waren.

Ich bestellte mir dann normale Baumwoll-Imkeranzüge und einen 4L Smoker. Nach einem Monat kam es schließlich an und wir begannen mit den Vorbereitungen. Ich wusste allerdings nicht was uns bevorstand.

Nachdem wir dann erfolgreich den Smoker anzündeten und uns schon fertig angezogen hatten, ging mein Bruder und ich in Richtung Bienenkasten. Es war neben einem Teich, damit die Bienen einen möglichst kurzen Weg zum Wasser haben. Zwei Freunde waren auch dabei, ich sagte ihnen, sie können dort bleiben in 15m Sicherheits-Entfernung. Ich dachte dabei, die Bienen wären dieselben wie die ich in Deutschland gesehen hatte. Wir bliesen dem Rauch 2-3 Mal in den Ausgang hinein und öffneten dann den Kasten.

Ich war überrascht wie viele Bienen mir entgegen flogen, sie waren viel aufgeregter als ich es gelesen hatte. Mein Bruder sagte den unseren Freunden, nachdem sie über Stiche geklagt haben, sie sollen in den Teich sich in Sicherheit bringen. Das ganze verschlimmerte sich als unsere Hündin die ca. 100 m entfernt angebunden war, sich los riss und uns entgegen gerannt kam, da sie gerne in dem Teich badete. Die Bienen flogen sofort in ihre Richtung und attackierten sie. Unsere Schäferhündin sprang und purzelte vor unseren Augen, daraufhin zog mein Bruder seinen Anzug aus, rannte zu unserer Hündin, packte sie und sprang mit ihr auch in den Teich. Ich versuchte dann die Aufmerksamkeit der Bienen auf mich zu lenken, indem ich mich mit meinem Anzug die ganze Zeit umherbewegte. Die Hitze war unerträglich obwohl es schon spät-nachmittags war und die Sonne bald untergehen sollte.

Erst nachdem die Sonne eine Stunde später untergegangen war trauten mein Bruder und meine beiden Freunde sich nun aus dem Wasser. Sie hatten einige Stiche abbekommen, da die Bienen sie auch im Wasser attackierten. Mein Bruder kam mit rund 30 Stichen davon, unsere Hündin war durch ihr dickes Fell erstmals verschont geblieben. Dieser Vorfall wiederholte sich später nochmal, als unsere Hündin mit einem Stock im Maul gegen den Kasten stieß und dabei einige Bienen sie attackierten. Wir konnten unsere Hündin auch diesmal in Sicherheit bringen.

Nun bemerkte ich, dass die Bienen sich gar nicht so verhielten wie ich es in Büchern gelesen hatte. Nachdem ich im Internet recherchierte wurde mir bewusst, dass die Bienen hier nicht dieselben sind. Wir haben mit den berühmt-berüchtigten „Killerbienen“ zu tun. Dadurch dass wir die einzigen Imker im Umkreis von 500km waren, baten die Leute uns immer wieder um Hilfe. So mussten wir öfters große Bienennester, die über 5 Quadratmeter groß waren aus Hauswänden herausnehmen. Nachdem mein Bruder und ich einige Jahre lang mit diesem Bienen zu tun hatten und sie dann auch anfingen zu züchten, bemerkten wir wie man diese Bienen für die Not anderer einsetzen könnte.

Dies könnte eine Lebensperspektive für viele arme Arbeitslose der Kleinstadt, alkoholabhängige Indianer und anderen Benachteiligten schaffen. Das einzige große Problem war dabei noch die Ausrüstung, die in Brasilien sehr teuer und schlecht ist. Dadurch, dass es normaler Stoff ist, wird es in so einem Anzug sehr warm. Wir brauchten einen Anzug der sicher ist, vor Bienenstichen schützt und auch sehr gut belüftet ist. Dies fand ich nach einer gründlichen Recherche im Internet.

Als wir 2016 hier in Deutschland waren, habe ich die „DerOriginalHonigmann“ Seite gefunden, wo man Bienenanzüge bestellen kann die perfekt für unsere Klimaregion sind. Außerdem sah ich, dass anders als bei anderen Anzügen, die Qualität und die Sicherheit ein großes Vorteil sind. Ich bestellte einen Anzug und setzte mich dann mit dem Verantwortlichen dieser Firma in Kontakt. Peter Steffens antwortete mir und war von der Idee in Brasilien seine Anzüge zu testen und dabei ein kleines Projekt zu unterstützen auch begeistert. So wurde uns mit diesen neuen Anzügen mit Dreifachgewebe geholfen.

Diese Anzüge haben es in sich, seitdem wir sie benutzen, wurden wir nie wieder gestochen. Die Baumwollanzüge, die wir davor benutzten, blieben im Schrank. Mit denen hatten wir das Problem, dass durch den Schweiß der Stoff auf der Haut klebte. Einmal, als ich bis 2 Uhr Nachts mit einer Bienenvolk-Entfernung beschäftigt war, wurde ich über 30 Mal mit dem normalen Anzug gestochen, da der Stoff überhaupt keinen Schutz mehr bietete. Am nächsten Morgen hatte ich Hitzeschlag und Fieber da ich von vielen Bienen gestochen wurde, obwohl ich einen sogenannten Schutzanzug an hatte.

Bienen zu züchten und war vor dem Honigmann-Bienenanzug eine Qual, nun können wir neu anfangen und hoffen in den nächsten Jahren dank dieser Anzüge nun ein konkretes „Killerbienenhonig aus dem Amazonas“-Projekt starten können. Wenn alles klappt wollen wir innerhalb der nächsten zwei Jahre anfangen nach Deutschland reines Dschungel-Honig zu exportieren, welches von den, umgangssprachlich genannten, „Killerbienen“ erzeugt wird. Dadurch werden wir die einheimische Wirtschaft stärken, den Regenwald vor Abholzung schützen, den Bienen eine Überlebenschance und den Menschen eine neue Perspektive geben. Die jetzige Herausforderung ist nun alles Organisatorische zu regeln und in Brasilien unsere Killerbienenzucht so wachsen zu lassen, dass sie keine Gefahr für Mensch und Tier darstellen, aber trotzdem nachhaltig leben können. Wir denken (und danken) daran auch besonders mit „Der original Honigmann“ in gemeinsamer Partnerschaft den „brasilianischen Dschungel-Killerbienen-Honig“ hier in den deutschen Märkten anzubieten und so jedem zukünftigen Käufer die Chance und zu geben eine Veränderung für den Erhalt des Regenwaldes zu bewirken. Die einheimische Bevölkerung kann dann nämlich sehen wie der Wald wenn er steht mehr bringen kann als wenn er zerstört wird, das dank der Bienen, der Killer-Bienen. Mit der Hilfe des „DerOriginalHonigmann“ können wir nun in Sicherheit mit den Bienen arbeiten und es kann so Verhindert werden, dass wegen der Schwierigkeiten die Killerbienen-Imker-Tätigkeit in den Tropen zum Erliegen kommt.

Über den Autor:

Christoffer Totz arbeitet zurzeit ehrenamtlich bei dem Institut Marinaha in vielfältigen Aufgaben mit. Er ist Doppelstaatler, und als Sohn Deutscher Entwicklungshelfer zwischen den Kulturen im Amazonas-Regenwald aufgewachsen. Er setzt sich dafür ein, dass Projekte für die Entwicklung in armen Gebieten ausgeführt werden und so Mensch sowie auch die Umwelt geschützt und geholfen werden kann. Mehr Infos gibt es unter: marinaha.org und christotz.com